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Die wichtigsten Änderungen 2013 für Selbständige

Alle Jahre wieder steht zum Jahreswechsel eine Reihe von Neuerungen an. mittelstanddirekt gibt Ihnen einen Überblick, worauf sich Unternehmer und Selbständige jetzt einstellen müssen.

Jahressteuergesetz 2013 kommt nicht
Es war lange angekündigt, wurde mit Spannung erwartet und dann in letzter Sekunde doch noch gestoppt: das Jahressteuergesetz 2013. Damit sind wichtige Änderungen, auf die Unternehmer und Selbständige gehofft haben, wieder außer Sicht geraten.

Nicht in Kraft tritt beispielsweise die vorgesehene Verkürzung der Aufbewahrungsfristen von Belegen für das Finanzamt. Auch die von vielen Handwerkerbetrieben sehnlich erwartete steuerliche Förderung der Gebäudesanierung kommt nicht. Stattdessen stellt die Bundesregierung erhöhte KfW-Fördermittel in Aussicht.

Das geplante Steuerabkommen mit der Schweiz ist ebenfalls gescheitert. Vorgesehen war, Einlagen von Deutschen in der Schweiz zugunsten des deutschen Fiskus so zu besteuern, als ob das Geld in der Bundesrepublik angelegt wäre.

Änderungen bei Unternehmensbesteuerung, Dienstreisen, Existenzminimum
Geeinigt hat man sich nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" im Vermittlungsausschuss dagegen bei der Unternehmensbesteuerung. Demnach soll der Höchstbetrag beim Verlustrücktrag von 511.500 Euro auf 1 Million Euro steigen.

Auch die künftige steuerliche Behandlung von Dienstreisen ist geklärt: Für einen Tag Abwesenheit im Inland sollen 24 Euro anerkannt werden, bei mindestens 8 Stunden Abwesenheit 12 Euro. Bei mehrtägigen Dienstreisen soll es künftig für den An- und Abreisetag pauschal 12 Euro geben.

Einigen konnten sich die Parteien in ihrer Sitzung am 12.12.2012 auch auf eine Erhöhung des steuerfreien Existenzminimums. Der steuerliche Grundfreibetrag soll mit Wirkung vom 1. Januar 2013 auf 8.130 Euro und zum 1. Januar 2014 auf 8.354 Euro steigen.

Abgestimmt wird über die Vermittlungsergebnisse erst im neuen Jahr. Die Änderungen werden daher rückwirkend in Kraft treten.

 

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