Vertreterversammlung 2014

Raiffeisenbank Neumarkt mit erfreulichem Geschäftsjahr 2013

Von links: Dir. Josef Hofbauer, Josef Bogner, Alfons Walk, Aufsichtsratsvorsitzender Peter Braun, Ludwig Kienlein, Regionaldirektor Franz Penker, StB. Dipl.-BW Gerhard Ascherl, Dir. Josef Dunkes

„…wir sind alle Mitglieder und deshalb haben wir alle das letzte Wort.“, so Jürgen Klopp, in seinem kurzen Grußwort. Mit diesem Video-Beitrag eröffnete der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Neumarkt i.d.OPf. eG, Dir. Josef Dunkes, die diesjährige Vertreterversammlung. Dir. Dunkes begrüßte die Mitglieder-Vertreter, die Gäste der genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie die anwesenden Mitarbeiter im Berggasthof-Hotel Sammüller.


„Wir haben die Herausforderungen des vergangenen 102. Geschäftsjahres angenommen und gemeistert.“, berichtete Dir. Josef Hofbauer und ging kurz auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2013 ein. Insbesondere die Senkung des Leitzinses auf 0,15 % sowie den EZB-Einlagezinssatz von minus 0,1 % und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Sparer würdigte Hofbauer kritisch.


Im Anschluss präsentierte Dir. Josef Hofbauer die Geschäftszahlen 2013. Die Bilanzsumme konnte um 3,22 % auf 823.291.000 Euro gesteigert werden. Damit liegt die Raiffeisenbank Neumarkt auf Platzziffer 221 von insgesamt 1.076 Kreditgenossenschaften in Deutschland. Um knapp 7 Millionen Euro stiegen die an die Kunden ausgereichten Kredite auf rund 345 Millionen Euro. Um diese Zahl erreichen zu können, wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 2.501 Kreditanträge bearbeitet. Mit einem Zuwachs von rund 22 Millionen Euro lagen die Kundeneinlagen bei rund 681 Millionen Euro. Die Raiffeisenbank Neumarkt betreute einschließlich der Gelder, die bei den Verbundunternehmen aufgenommen bzw. angelegt wurden, über 1,43 Milliarden Euro. Zum Jahresende verzeichnete die Genossenschaft 12.598 Mitglieder. „Wir werden aus heutiger Sicht die ab 2019 geforderten neuen Eigenkapitalrichtlinien – Stichwort Basel III – nicht nur erfüllen, wir werden diese übererfüllen.“, so Dir. Hofbauer zur Eigenkapitalentwicklung. Mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 ist die Bank durchaus zufrieden, so dass wieder eine Dividende von 5 % an die Mitglieder ausgeschüttet wird. Auch die öffentliche Hand profitiert mit 2,5 Millionen Euro Steuern am Erfolg der Raiffeisenbank. Davon fließen über 1 Million Euro Gewerbesteuern direkt an die Gemeinden im Geschäftsgebiet.


Im Jahr 2014 wird die Bank wieder kräftig in ihr Filialnetz investieren. So wird die Filiale Badstraße zu einem Filial- und Beratungszentrum mit acht zusätzlichen und modernen Büroräumen ausgebaut.


Peter Braun handelte in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender den Tagesordnungspunkt „Bericht des Aufsichtsrates über seine Tätigkeit und das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung“ ab.

Im Anschluss hatten die Vertreter „das letzte Wort“ und genehmigten den Jahresabschluss zum 31.12.2013 und erteilten dem Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung.

Turnusgemäß wurde auch wieder der Aufsichtrat gewählt. Josef Graf aus Neumarkt, Egbert Scherer aus Seligenporten und Alfons Walk aus Raschhof wurden einstimmig wiedergewählt. Dir. Dunkes bedankte sich bei dem ausscheidenden Aufsichtsrat Ludwig Kienlein mit einem Geschenkkorb für seine 22-jährige Tätigkeit und würdigte sein eingebrachtes Fachwissen. Für Herrn Kienlein wurde Josef Bogner aus Holnstein, Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation Neumarkt e.V., einstimmig in das Gremium gewählt.

Eine besondere Ehrung wurde Alfons Walk für seine 25-jährige Aufsichtsratstätigkeit zu Teil. Der Regionaldirektor des Genossenschaftsverband Bayerns, Franz Penker und der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Braun verliehen Herrn Walk die „Silberne Raiffeisen-Ehrennadel“ mit Urkunde.

Geänderte Rechtsgrundlagen machten redaktionelle Satzungsänderungen nötig. Auch hier hatten die Vertreterinnen und Vertreter wieder „das letzte Wort“ und beschlossen diese jeweils einstimmig.

Im letzten Tagesordnungspunkt zitiert Dir. Dunkes eine Aussage aus dem bayerischen Genossenschaftsblatt: „Die Banken im Schraubstock. Dass Kreditinstitute beaufsichtigt werden müssen ist unstrittig – doch ab wann ist Regulierung nicht mehr Teil der Lösung, sondern Teil des Problems?“, und kritisierte damit die Regulierungswut der Gesetzgeber.

Weiter berichtete Dir. Dunkes über den Umsetzungsstand der „genossenschaftlichen Beratung“. So gibt es seit dem 01.01.2014 keine Produktziele bei der Raiffeisenbank Neumarkt mehr. Zukünftig werden die Ziele und Wünsche der Kunden noch mehr in den Fokus der Beratung gerückt. Jeder Vertreter erhielt einen Beratungsgutschein, um sich selbst ein Bild über die neue Beratungsphilosophie zu machen.

Dir. Josef Dunkes schloss die Veranstaltung mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: klare Ziele zu haben und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.“